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Soll-Ist-Vergleich Software für Bauunternehmen

Was ist ein Soll-Ist-Vergleich im Bauprojekt?

Der Soll-Ist-Vergleich ist eine Methode des Baucontrollings, bei der geplante Werte (Soll) den tatsächlich erbrachten Werten (Ist) gegenübergestellt werden. Verglichen werden in Bauprojekten typischerweise:

  • Mengen – Vergleich geplanter und ausgeführter Leistungen
  • Kosten – Vergleich kalkulierter und gebuchter Kosten
  • Leistungen – Vergleich von Soll- und Ist-Leistungen

Ziel ist es, Abweichungen zwischen Planung und Realität sichtbar zu machen, solange das Projekt noch läuft. So lassen sich Mehraufwände, Materialmehrverbrauch oder Terminverzögerungen frühzeitig erkennen und korrigieren, nicht erst nach Projektabschluss.

Das Modul bildet den Soll-Ist-Vergleich nicht als separate Insel ab, sondern auf Basis der durchgängigen Datenkette: Angebotskalkulation, Aufmaß, Abrechnung und Kostenrechnung greifen ineinander.

Mehrere Varianten des Soll-Ist-Vergleichs sind verfügbar, weil Bauprojekte je nach Phase unterschiedliche Vergleichsbasen benötigen.

Welche Vergleiche das Modul abbildet

Angebotskalkulation gegen Kostenrechnung (klassischer Soll-Ist-Vergleich)

Der Standardfall: Die Werte aus der Angebotskalkulation bilden den Soll-Stand, die laufend gebuchten Werte aus der Kostenrechnung den Ist-Stand. Diese Variante eignet sich für die kaufmännische Nachkalkulation während der Bauausführung. Abweichungen lassen sich pro Kostenstelle, Baustelle oder Kostenart aufschlüsseln.

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Dreistufiger Soll-Soll/Ist-Vergleich

Bei Bauprojekten mit hohem Nachtragsaufkommen oder vertraglich verändertem Leistungsumfang reicht ein einfacher Vergleich nicht. Der dreistufige Soll-Soll/Ist-Vergleich stellt drei Größen gegenüber: ursprüngliche Angebotskalkulation (Soll), aktualisierte Abrechnungswerte inklusive Nachträge (Soll) und tatsächliche Kosten aus der Kostenrechnung (Ist). So bleibt nachvollziehbar, ob Abweichungen aus der ursprünglichen Kalkulation, aus Nachträgen oder aus der Ausführung stammen.

Auswertung nach Kostenstellen, Baustellen und Kostenarten

Der Vergleich lässt sich frei aggregieren: nach einzelnen Baustellen, nach Kostenstellengruppen oder nach Kostenarten wie Lohn, Material, Gerät und Nachunternehmer. Der individuell konfigurierbare Aufbau erlaubt es, Auswertungen an die eigene Controlling-Logik anzupassen, statt sich einer starren Standardansicht zu unterwerfen.

Soll-Werte können dabei wahlweise auf Basis von REB-Aufmaß oder einer Leistungsmeldung gebildet werden, je nach Bauphase und Vertragsart. Eine manuelle Bewertung von Risiken und offenen Nachträgen sowie eine Hochrechnung zum Bauzeit-Ende ergänzen den Vergleich um die Prognosesicht.

Im Projektalltag unterstützt der Soll-Ist-Vergleich Bauleitung, Projektleitung und Controlling dabei, Kostenentwicklungen frühzeitig zu erkennen und Abweichungen gezielt nachzusteuern. So bleiben Baufortschritt, Leistungen und Wirtschaftlichkeit jederzeit transparent nachvollziehbar.

Soll-Ist-Vergleich übersichtlich visualisieren

Der interaktive Dashboard Viewer ermöglicht eine präzise Visualisierung des Soll-Ist-Vergleichs in Echtzeit. Abweichungen werden übersichtlich dargestellt, sodass Sie schnell auf Veränderungen reagieren und fundierte Entscheidungen zur Projektsteuerung treffen können.

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Leistungsmerkmale

  • Mitlaufendes Baustellencontrolling für
    • die technische Nachkalkulation und die kaufmännische Nachkalkulation
    • Abweichungsanalyse für Mengen und Werte
    • Individueller Aufbau
  • Möglichkeit der manuellen Bewertung von Risiken und Nachträgen
  • Hochrechnung zum Bauzeit-Ende
  • Soll-Werte gemäß Aufmaß oder Leistungsmeldung
  • Soll-Ist-Vergleich nach
    • Kostenstellen/Baustellen | Kostenarten
  • Soll-/Ist-Vergleich: Angebotskalkulation (Soll) zur Kostenrechnung (Ist)
  • Soll-Soll/Ist-Vergleich: Angebotskalkulation (Soll) Abrechnung (Soll) zur Kostenrechnung (Ist)
  • Projektspiegel
  • Frei definierbarer und flexibler Aufbau

Ihr Nutzen im Baucontrolling

  • Schnelle Beauskunftung über die Entwicklung
  • Sichere Grundlage für weitere Entscheidungen
  • Aktuelle Daten ohne zusätzlichen Erfassungsaufwand
  • Transparente Informationen

Sie haben Fragen? Wir sind gerne für Sie da.

Kundenberatung / Vertrieb
Fon: 05 21 / 9 28 70-0
Mail: info@probau-s.de 

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Häufige Fragen zum Soll-Ist-Vergleich

Der Soll-Ist-Vergleich stellt geplante Werte den tatsächlich angefallenen Kosten gegenüber. Abweichungen werden früh sichtbar, sodass Sie rechtzeitig gegensteuern können, bevor sich Kostenüberschreitungen verfestigen.

Verglichen werden kalkulierte Mengen, Leistungen und Kosten mit den tatsächlich erfassten Werten aus der Ausführung. Dadurch entsteht eine transparente Grundlage für die laufende Projektkontrolle.

Ja. Abweichungen lassen sich nach Kostenarten, Bauabschnitten oder Projekten differenziert auswerten. So erkennen Sie gezielt, wo Mehr- oder Minderkosten entstehen.

Durch den kontinuierlichen Abgleich von Planung und Realität behalten Bauleitung und Controlling jederzeit den Überblick. Entscheidungen basieren auf aktuellen Zahlen – nicht erst auf Auswertungen nach Projektabschluss.

Ja. Der Soll-Ist-Vergleich ist skalierbar und eignet sich sowohl für kleinere Bauvorhaben als auch für komplexe Großprojekte. Auch bei vielen Positionen und Beteiligten bleiben Abweichungen klar nachvollziehbar.

Die transparente Gegenüberstellung von Soll- und Ist-Werten ermöglicht eine klare Zuordnung von Abweichungen. Das erleichtert die Ursachenanalyse und unterstützt eine gezielte Nachsteuerung im laufenden Projekt.

Beide Verfahren stellen geplante Werte den tatsächlichen Werten gegenüber, unterscheiden sich aber in der Bezugsgröße. Der Plan-Ist-Vergleich bezieht sich meist auf einen Gesamtplan (z. B. Jahresbudget), der Soll-Ist-Vergleich auf einen konkreten Auftrag oder ein Bauprojekt mit seinen kalkulierten Soll-Werten. Im Bauwesen ist der Soll-Ist-Vergleich der gängige Begriff, weil sich die Soll-Werte direkt aus der Angebotskalkulation ergeben.

Die Nachkalkulation ist die nachgelagerte Abschlussbetrachtung eines Projekts. Der Soll-Ist-Vergleich liefert die Datengrundlage dafür, funktioniert aber auch mitlaufend während der Bauausführung. In Pro-Bau/S®AddOne dient er sowohl der technischen als auch der kaufmännischen Nachkalkulation und liefert kontinuierlich aktuelle Werte – ohne dass diese am Projektende noch einmal separat aufbereitet werden müssen.